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Plattformen-Steuertransparenzgesetz: ab wann Plattformen melden
Plattformen melden dich nicht, wenn du im Jahr auf derselben Plattform beide Grenzen aus § 4 Abs. 5 Nr. 4 PStTG unterschreitest: eine bei der Zahl der Verkäufe und eine bei der Vergütung. Erreichst oder überschreitest du eine davon, wirst du gemeldet. Ob du Steuern zahlst, hängt davon nicht ab.
Ab wann melden eBay, Vinted und Kleinanzeigen an das Finanzamt?
Sobald du im Meldezeitraum nicht mehr als freigestellter Anbieter giltst. Freigestellt ist, wer über dieselbe Plattform weniger als eine bestimmte Zahl an Verkäufen getätigt und dadurch insgesamt weniger als einen bestimmten Betrag als Vergütung erhalten hat (§ 4 Abs. 5 Nr. 4 PStTG). Beide Bedingungen müssen erfüllt sein.
Die genauen Werte stehen im Gesetz und auf der Seite des BZSt. Wir nennen sie hier bewusst nicht als Zahl, weil Grenzen geändert werden können und eine veraltete Zahl schlimmer ist als ein Link. Prüf die aktuelle Fassung, bevor du dich darauf verlässt.
Unter beiden Grenzen: keine Meldung. An oder über einer der beiden Grenzen: Meldung. Die Steuerpflicht hängt an etwas anderem, nämlich daran, ob du privat oder gewerblich verkaufst.
Wie funktioniert die Ausnahme in § 4 Abs. 5 PStTG?
Die Ausnahme verlangt, dass du unter beiden Grenzen bleibst. Die folgenden Fälle zeigen die Logik ohne konkrete Zahlen. Es sind Beispiele, keine echten Verkäufer.
| Fall | Zahl der Verkäufe | Vergütung | Meldung? |
|---|---|---|---|
| Ein paar Kleidungsstücke verkauft | unter der Grenze | unter der Grenze | Nein |
| Viele günstige Bücher verkauft | an oder über der Grenze | unter der Grenze | Ja |
| Ein teures Sammlerstück verkauft | unter der Grenze | an oder über der Grenze | Ja |
| Regelmäßiger Wiederverkauf | an oder über der Grenze | an oder über der Grenze | Ja |
Die Grenzen gelten je Plattform. Wer auf eBay und auf Vinted verkauft, wird von jeder Plattform getrennt betrachtet. Für Vermietungen von Immobilien gelten andere Regeln.
Seit wann gilt das Plattformen-Steuertransparenzgesetz?
Die Melde- und Sorgfaltspflichten gelten erstmals für den Meldezeitraum, der dem Kalenderjahr 2023 entspricht (§ 29 PStTG). Die ersten Meldungen betrafen also das Jahr 2023 und gingen Anfang 2024 an das BZSt. Seitdem kommt jedes Jahr bis zum 31. Januar eine neue Meldung für das Vorjahr.
| Regel | Fundstelle |
|---|---|
| Wer nicht gemeldet wird (freigestellte Anbieter) | § 4 Abs. 5 PStTG |
| Was als Verkauf und als Vergütung zählt | § 5 PStTG |
| Frist für die Meldung an das BZSt: 31. Januar des Folgejahres | § 13 PStTG |
| Welche Daten gemeldet werden | § 14 PStTG |
| Mitteilung an dich bis 31. Januar | § 22 PStTG |
| Erstmals für das Kalenderjahr 2023 | § 29 PStTG |
Ist die Meldegrenze eine Steuerfreigrenze?
Nein. Die Grenze entscheidet nur, ob die Plattform dich meldet. Ein Händler, der knapp darunter bleibt, muss seinen Gewinn trotzdem versteuern. Wer dagegen mehr Kleidung aus dem eigenen Schrank verkauft, als die Grenze erlaubt, wird gemeldet, zahlt darauf aber in der Regel keine Steuer (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG).
Was in der Mitteilung steht, liest du in DAC7-Meldung erhalten: was tun? nach. Wo die Grenze zwischen privat und gewerblich liegt, steht in Privat oder gewerblich verkaufen.
Kann ich die Meldung umgehen, indem ich Konten aufteile?
Das ist keine gute Idee. Plattformen müssen ihre Verkäufer nach den Sorgfaltspflichten des PStTG identifizieren, und die Steuerpflicht hängt ohnehin nicht an der Meldung. Wer gewerblich verkauft, muss den Gewinn erklären, mit einem Konto oder mit fünf.
Ab wie vielen Verkäufen meldet mich eBay?
Zählen eBay, Vinted und Kleinanzeigen zusammen?
Muss ich Steuern zahlen, wenn ich über der Grenze liege?
Seit wann gibt es diese Meldungen?
Offenlegung Wir entwickeln FlowLister und geben Reseller Taxes heraus. FlowLister ist KI-Software für eBay-Angebote, die aus Artikelfotos vollständige eBay-Angebote macht, und bepreist jeden Artikel anhand kürzlich verkaufter eBay-Artikel. FlowLister erstellt keine Steuererklärungen und führt keine Bücher. Nichts auf dieser Website ist Steuerberatung.
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